Die europäische Mode und Beauty Branche

Die Mode- und Beautybranche in Europa wurde zwar auch von der Wirtschaftskrise betroffen, dies aber weitaus weniger, als das in vielen anderen Bereichen der Fall ist. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich sicherlich geändert und viele sind der Meinung, dass in Zeiten knapper Kassen als erstes an der Kleidung gespart werden muss. Dann wird zu den Discountern gegangen und dort wird günstige Kleidung eingekauft. Doch der weitaus größere Teil der Bevölkerung sieht die Sache anders: Es gibt genügend Möglichkeiten zu sparen, warum also bei Mode und Pflege anfangen? Wer sich zum Beispiel auf einige kosmetische Produkte eingestellt hat, diese gut verträgt und nicht mehr missen möchte, derjenige wird kaum auf Billigprodukte umsteigen.

In Zeiten der Krise reagieren also nicht alle Konsumenten zurückhaltend. Gleichzeitig suchen die Designer nach neuen Möglichkeiten des Absatzes. Da wird zum Beispiel der Markt der Kaufhausketten entdeckt, für die dann eine eigene Kollektion entworfen wird. Die Kleidung ist zwar günstiger, aber bringt eben dennoch einen ausreichenden Gewinn. Dennoch gibt es natürlich die Designerkleidung, die sich von der Qualität und vom Preis her nichts mit der früheren Kleidung in dieser Kategorie nimmt. 

Die Mode- und Beautybranche ist ebenfalls vom steigenden Umweltbewusstsein der Menschen betroffen. So hat die Naturkosmetik einen wahren Boom erlebt. Immer mehr Menschen schwören darauf, dass sich möglichst wenig Giftstoffe und Chemie in der Pflegecreme oder in anderen kosmetischen Produkten befinden und greifen zur Naturkosmetik. Diese ist zwar teurer, dafür ebenso wirksam und meist verträglicher. Bei der Herstellung von Kleidung wird ebenfalls vermehrt darauf geachtet, zu biologisch angebauter Baumwolle zu greifen. Es gibt Menschen, die reagieren auf die Inhaltsstoffe der Kleidung, auf Farben oder Rückstände von während des Wachstums der Pflanzen eingesetzten Mitteln allergisch. Überhaupt greifen immer mehr Menschen zur „Bio-Variante“ – warum dann also nicht bei der Kleidung? Der Absatz zeigt, dass das ein guter Ansatzpunkt ist, denn die Ökokleidung, die sich rein äußerlich kein bisschen von der herkömmlichen Kleidung unterscheidet, findet reißenden Absatz.